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[DE] Selbstgestrickter Honda Vierzylinder

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Der selbtgebaute Vierzylindermotor ist zum Einbau in Alan Youngs Kneeler - Fahrgestell bestimmt. Mit rücksicht auf den Mittelabtrieb bzw. das verwendete normale Getriebe wird er nach der Seitenwagenseite zu versetzt.

Der britische Seitenwagen-Rennfahrer Alan Young hat sich selbst einen 500er Honda-Vierzylindermotor gebaut. Mehrere Jahre hindurch fuhr er ein Renngespann mit einem Norton-Manx-Motor, aber nun hat sich Young, der im Süden von London eine kleine Autoreparatur betreibt, diesen Mehrzylindermotor gebaut, der in der 1966er Saison als Triebwerk seines Renngespanns dienen soll.

Er nahm dazu zwei Motoren der 250er HondaSportmaschine, der CB 72, bei denen er die Getriebegehäuse abschnitt und die entstandenen Gehäuseöffnungen durch Schweißungen verschloß. Die beiden Original-Kurbelwellen wurden durch eine gemeinsame Welle für belde Motoren ersetzt, die aus Einzelteilen zusammengepreßt ist und Rollenlager für die Pleuelfüße aufweist. In der Mitte dieser "Young" -Kurbelwelle sitzt das abtreibende Kettenrad zwischen den beiden Original-Kurbelgehäusen, und von ihm aus erfolgt der Antrieb des Fünfgang-Albion-Renngetriebes, das an der gewohnten Stelle in das Fahrgestell eingebaut ist. Die verwendete Kupplung stammt von Norton.

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Die Getriebegehäuse der CB 72-Motoren wurden abgesdtnitten; die serienmäßigen Vergaser wurden durch großere ersetzt; an jedem der beiden Zweizylinderltöpfe sitzt außen ein Zweifach-unterbrecher.

Die Zylinder wurden gekürzt, um das Verdichtungsverhältnis auf 11,5:1 zu bringen, und die Originalvergaser, die 22 mm Durchlaß aufweisen, wurden durch Vergaser mit 24,5 mm Ansaugweite ersetzt. Der Motor erreicht seine Höchstleistung angeblich bei 11500 U/min. Er ist - seitlich etwas nach der Seitenwagenseite versetzt - in ein von Young gebautes Spezial - "Kneeler" Fahrgestell eingebaut, das vorn eine Reynolds-Kurzschwingengabel mit hydraulischem Lenkungsdämpfer und hinten eine hydraulisch betätigte Bremse besitzt.

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Author: Mich Woollett
Source: Das Motorrad, 26 February 1966, E 4973D, Page 128

Ob die gegeneinander verschraubten Gehäuse für die durgehende Kurbelwelle wirklich steif genug sind, muß sidt erst noch erweisen; im Rahmen sieht man das bereits eingebaute Albion-Getriebe mit der Norton-Kupplung.

Auch in Deutschland befindet sich bei einem Mann unserer Zunft, auch in einer kleinen Werkstatt, ein solcher Honda-Vierzylinder auf der Basis zweier 250er Motoren im Bau, der das Triebwerk eines Renngespanns bilden soll. Nach allem, was wir von diesem Eigenbau wissen, ist er aber hinsichtlich Gehäuse und Kurbelwelle anders konstruiert als der von Alan Young, gegen dessen etwas kühne "Zwei plus zwei"-Koppelung wir leichte Bedenken haben. Wahrscheinlich werden wir bald mal über diesen deutschen Eigenbau berichten können. 

Das wir es heute noch nicht tun, hat seinen guten Grund: als wir den Erbauer drum fragten, meinte er, wenn es erst mal im MOTORRAD stünde, liefe man ihm die Bude ein, um zu "besichtigen" oder wenigstens mal "das Tönchen zu hören". Und so weit sei es halt noch nicht.

Redaktion MOTORRAD

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